5. September 2014 Neue Medien

WIE SEX DEN ALLTAG BEFLÜGELT

Erotik im Alltag

Angeblich denken Männer ja alle sieben Sekunden an Sex – dieses Vorurteil hält sich beharrlich in Köpfen rund um den Globus. Niemand weiß so recht woher diese Zahl stammt, aber sie würde an einem Durchschnittstag mit 8 Stunden Schlaf mehr als 8.000 Sexgedanken bedeuten!
Und damit wäre das Ganze nun wirklich mehr Fluch als Segen…

Zahlreiche medizinische Studien haben in den letzten Jahren versucht dem Mythos auf die Spur zu kommen und alle sind sich einig – er ist falsch!
Eine Studie der Universität Ohio aus dem Jahr 2011* kam auf einen durchschnittlichen Wert von 19 Sexgedanken in 16 Wachstunden bei den männlichen Probanden.

Die Frauen schweiften mit durchschnittlich 10 Mal nur etwa halb so oft in erotische Phantasien ab– oder gaben es nur halb so oft zu…
Allerdings wurden hier ausschließlich bewusste erotische Gedanken gezählt. Wie oft unser Gehirn unbewusst auf sexuelle Reize reagiert, bleibt weiterhin im Dunkeln.

Aber warum sollte man sich denn auch nicht den tristen Alltag mit prickelnden Gedanken versüßen? Ein zärtlicher Gedanke an den Partner, ein kleiner Flirt mit der Kollegin, ein erotischer Schauer beim flüchtigen Blickkontakt mit einem Fremden in der Bahn oder das tiefe Dekolleté der Kellnerin im Lieblingscafé . Das angenehme Kribbeln im Bauch, wenn die Gedanken vielleicht auch ganz ohne Anlass kurz auf sinnliche Reisen gehen. Wird man deshalb zum unkontrollierten Lüstling? Wohl kaum!

Eine frische Liebe oder eine wilde Liebesnacht verleihen Flügel. Auch wenn man in den Arbeitsalltag zurückkehren muss und der Partner schon längst nicht mehr körperlich präsent ist, so schleicht sie/er doch durch die Gedanken. Der Geruch, die weiche Haut, die funkelnden Augen und die atemberaubenden Berührungen wollen und sollen gar nicht verschwinden. Und so gleitet man wie auf Wattewolken durch den Tag. Zugegeben, diese Arbeitsstunden sind in der Regel nicht sonderlich produktiv dafür aber einmalig schön.

Das Hochgefühl, dass das Kopfkino auslösen kann, sollten man sich zugute machen. Einfach mal einen kleinen Flirt oder ein Kompliment voll auskosten und nicht als albern abtun, einen sinnlichen Gedanken nicht als schmutzig verscheuchen, sondern ihm kurz nachhängen. Das natürliche Bedürfnis nach Sex wird Kopf und Körper im Handumdrehen mit einem wohligen Hormonschauer dafür belohnen.
Und auch eine Partnerschaft wird von dieser Erotik im Alltag profitieren. Warum sexuellen Phantasien für sich behalten? Eine kleine Nachricht „Denke an Dich und habe grade eine aufregende Idee für heute Abend“ oder der Austausch am Abend können schon beim Reden für kribbelige Momente sorgen und sogar zum Impuls werden, die eine oder andere Phantasie in der Praxis umzusetzen.

Und dann verleiht sicherlich auch die Realität wieder Flügel!

*http://researchnews.osu.edu/archive/sexthoughts.html

Ich bin full on LOVE, …
… weil ein selbstbewusster, selbstbestimmter und natürlicher Umgang mit Sexualität jedem gut tut.
Tina

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Comments (2)

  1. Andrea

    Oh, ja, der Alltag ist doch sonst schon so stressig und grau. Da möchte ich mich in meinem Sexleben nicht noch einschränken müssen! Ich rede und denke gerne an Sex, liebend gern auch mit meinem Partner. Und mir gehts super damit!

  2. Charly

    Flirten und Spaß haben und schönen Sex genießen können… das ist es wirklich, was die Gewürze des Lebens sind! Da kann ich Andrea nur zustimmen!

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