7. August 2014 Neue Medien

VOM ELTERNGLÜCK UND ANDEREN SCHWIERIGKEITEN…

Sexualität in und nach der Schwngerschaft muss oft neu entdeckt werden.

Schlaflose Nächte, unruhige Tage, Müdigkeit, Frust, und die Nerven liegen blank: Die Zeit mit einem Neugeborenen oder Kleinkind ist für viele Paare eine große Umstellung für den Alltag. Die Geburt eines Kindes und oftmals bereits die Schwangerschaft verändern die Beziehung. Eine aktuelle IPSOS-Umfrage verrät: 25% der frischgebackenen Eltern haben nach der Geburt keinen Sex mehr. Zeitmangel, keine Lust und keine Gelegenheiten werden hier als Gründe genannt. Schon während der Schwangerschaft steigt sich bei vielen Paaren die Unsicherheit hinsichtlich des sexuellen Umgangs miteinander und fast ein Viertel der Befragten klagt über eine Flaute im Bett.

Sich an die die Veränderung des weiblichen Körpers, Ängste um das Ungeborene und schließlich an das Leben zu Dritt zu gewöhnen, verlangt von beiden Partnern enorm viel Energie. Sex und Intimität werden dann in vielen Fällen leider zu schnell hinten angestellt.
Doch ist die ausschließliche Konzentration auf den Sprössling für eine Paarbeziehung nicht unkritisch. Zu einem auch langfristig intakten Familienleben gehörten nämlich unbedingt zwei zufriedene und erfüllte Partner, die sich – trotz aller Liebe zum Kind – nicht aus den Augen verlieren. Neben vielen offenen Gesprächen über die veränderten Lebensumstände und Bedürfnisse, Geduld und Rücksichtnahme gehört hierzu auch ein ausgeglichenes, glückliches Sexleben.

full on LOVE-Expertin und Beleghebamme Isabel Tegge kennt die Situation der frisch gebackenen Mütter sehr gut: „Eine Geburt und die ersten Monate mit einem Neugeborenen sind eine emotionale Achterbahnfahrt. Nach der Schwangerschaft müssen viele Frauen ihre Weiblichkeit und Lust erst wieder neu entdecken. Es dauert manchmal ein bisschen bis sie wieder zu sich gefunden haben und sich als begehrenswerte Frau sehen – sie sind ja schließlich nicht nur Mutter, sondern bleiben Frau und Partnerin.“
Insbesondere in den ersten Monaten nach der Geburt stellen Mütter wie Väter die Bedürfnisse ihres Kindes bedingungslos in den Mittelpunkt und vergessen darüber das eigene Verlangen. Zeit für Zärtlichkeit fällt dann häufig aus oder kommt zu kurz. Doch genau diese kleinen Aufmerksamkeiten für den anderen erhalten die Romantik und ist der Kitt im Alltagstrott: Den Rücken kraulen, eine herzliche Notiz am Kühlschrank, eine geschenkte Blume oder ein Kuss. So signalisieren beide: Du bist mir wichtig und ich begehre dich!

Zwischen Windeln und Bügelbergen kann kaum Erotik aufkommen. Daher gilt es, Zeit zu reservieren: Für gemeinsame Gespräche über die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen, aber auch für gemeinsame Erlebnisse – genauso wie für Zärtlichkeit und Sex. „Experimentieren Sie einfach – und nutzen Sie die Gelegenheit für Intimität, wie sie sich bietet – zum Beispiel wenn Ihr Kind Mittagschlaf macht oder ein Babysitter engagiert ist.“, sagt Isabel Tegge.

Also, liebe Eltern, erinnert euch auch ab und an, dass ihr ein Paar, dass ihr Mann und Frau seid und genießt euren Körper, eure Sexualität und euren Sex!

Ich bin full on LOVE, …
… weil es nichts gibt, was so wahnsinnig ist wie Liebe und Sexualität – wahnsinnig ehrlich, echt, aufregend und unverzichtbar.
Sara.

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Comment (1)

  1. Ute

    Wie toll, dass ihr auch solche Themen ansprecht!
    Nach meiner ersten Schwangerschaft bin ich mit meinem Mann durch eine sehr schwere Phase gegangen in der wir kaum mehr Sex hatten. Trotz der Liebe zu unserer Tochter hätten wir uns fast getrennt!
    Auf einmal war alles so anders und ich dachte mir, das renkt sich von alleine ein.
    Mein Frauenarzt riet mir viel offener über meine Sorgen zu sprechen. Das ist nicht immer einfach, aber seitdem läuft es wieder viel besser.

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